Schanzen - Wälle - Marksteine am 27. Juli 2025
Geplant war eine gemeinsame Exkursion mit Wanderfreunden des Ortsvereins Stühlingen zu heimatgeschichtlichen Bodendenkmälern in den Säckinger und Rippolinger Wäldern. Wegen der ungünstigen Wetterprognosen kam aus Stühlingen eine Absage. Neun wetterfeste, geschichtsinteressierte Säckinger trafen sich am Parkplatz der Golfwelt. Die Wanderung führte zunächst vorbei an den unterschiedlichsten Formen alter Gemarkungssteine, bezeichnet mit SB für Säckinger Bann, M wie Markstein oder einem Kreuz. Dann erfolgte der Aufstieg zum Rheinsberg, einer ehemaligen Burgstelle aus dem 13. Jahrhundert. Dort ist der südlichste Eckpfeiler der sogenannten „Schwarzwaldlinie“, einer Verteidigungswallanlage im 18. Jahrhundert, was an den Geländeformen deutlich gezeigt werden konnte. Nun ging es kräftig Berg an, auf der Höhe des Hundsbergs erreichten wir den Stein Nummer 386, ein „Dreimärker“, vermutlich der älteste, durchgehend gültige Grenzstein Deutschlands.
Weiter fanden wir am Grenzverlauf der Rippolinger Gemarkung historische Steinsetzungen, Wälle und Mauerreste, die schwer zu interpretieren sind. Waren dies Befestigungsanlagen, Weidegrenzen oder Gemarkungsgrenzen? Versteckt im Stadtwald zeigte unser Wanderführer anhand von LIDAR-Daten zwei Redouten, noch unerforschte Verteidigungsanlagen vermutlich des 18. Jahrhunderts. Auf der gesamten Wegstrecke hatten wir ideales Wanderwetter, sogar die Sonne zeigte sich, erst beim gemütlichen Abschlusshock ging ein heftiger Regenschauer nieder. Glück gehabt!
Die Exkursionsteilnehmer bedanken sich herzlich bei Gottlieb für die interessante, heimatkundliche Führung.


