Rund um den Klingnauer Stausee und zur Aaremündung am 18. Januar 2026
Die heutige Wanderung führte uns rund um den Klingnauer Stausee und zur Aaremündung. Start war am Birdlife-Naturzentrum am Westufer des Sees. Zwar bei hochnebelartiger Bewölkung aber angenehmer Windstille machte sich die 20-köpfige Gruppe zunächst auf den Weg in Richtung Süden zur Brücke nach Döttingen. Schon auf diesem ersten Abschnitt konnten der 1. Eisvogel, Graureiher, Silberreiher und verschiedene Entenarten gesichtet werden.
Von der Brücke aus überblickten wir dann den gesamten Stausee bis zum Kraftwerk am anderen Ende. Durch den Bau des Kraftwerks Anfang der 1930er-Jahre wurde die Aare zum See aufgestaut und schon wenige Jahre später von vielen Vögeln als ganzjähriger Lebensraum, Überwinterungsgebiet, Rast- und/oder Brutgebiet entdeckt. Vor allem die Flachwasserzonen am Westufer sind wahre Vogelparadiese.
Der Klingnauer Stausee liegt im Kanton Aargau auf 318m ü.M., ist ca. 3 km lang, bis zu 500m breit und an der tiefsten Stelle 8,5m tief.
Von der Brücke aus gingen wir dann relativ zügig am Ostufer entlang und erreichten nach einer guten halben Stunde das Kraftwerk. Wir ließen das Kraftwerk links liegen und wanderten auf schmalen Pfaden entlang der Aare bis zur Mündung in den Rhein bei Felsenau. Dort bildet eigentlich die Aare den hydrologischen Hauptstrang, weil sie deutlich mehr Wasser mit sich bringt als der Rhein an dieser Stelle.
Die Mittagspause fiel heute wegen der Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt etwas kürzer aus.
Am Aare-Westufer ging es nun wieder zurück in Richtung Kraftwerk. Bevor wir dieses erreichten, überquerten wir den Fluss aber noch einmal auf einer historischen Eisenbahnbrücke. Von dort aus hatte man auch einen sehr guten Blick ins Gippinger Grien. Grien ist ein schweizerischer bzw. alemannischer Ausdruck für Kies, Kiesbank oder Schwemmland. Das Gippinger wie auch das Koblenzer Grien sind durch die Begradigung der Aare kurz vor 1900 entstanden. Sie sind Lebensraum für viele Tierarten, als Naturschutzgebiete ausgewiesen und dürfen nicht betreten werden.
Beim Kraftwerk überquerten wir das Gewässer zum letzten Mal und wanderten dann entlang der Flachwasserzonen wieder bis zum Birdlife-Naturzentrum. Dort bestiegen einige von uns noch den 10m hohen Holzturm, von wo aus man einen guten Blick auf einen großen Teil des Sees hat. Auf diesem letzten Abschnitt kamen auch noch die mitgebrachten Ferngläser zum Einsatz.
Es hat Spaß gemacht, die motivierte Gruppe auf dieser Rundwanderung zu führen und ich bedanke mich fürs Interesse
Friederike Schlögl
Die Wanderbegeisterten bedanken sich herzlich bei unserer Wanderführerin für die informative, interessante Tour.


