Auf den Spuren des Bohnerzabbaus

Auf den Spuren des Bohnerzabbaus von Neunkirch nach Neuhausen am 19. Oktober 2025

Eine kleine, aber sehr interessierte Wandergruppe machte sich mit der Bahn in den Klettgau auf. Nach einem Rundgang im historischen Städtchen Neunkirch, auf den sich die Teilnehmer vorweg während der Bahnfahrt einstimmen konnten, startete die Wanderung. Stetig bergan waren einige Höhenmeter zu bezwingen bis wir das ehemalige Bohnerzabbaugebiet, das heutige große Biotop  Winterhaui erreichten. Bohnerz ist eine spezielle Art von Eisenerz, es besteht aus erbsen- bis nussgroßen Körnern von Brauneisenerz aus der geologischen Epoche des Jurazeitalters. Die erzhaltigen Gruben konnten im Tagebau ausgeräumt werden, die dadurch entstandenen, unzähligen Gruben haben sich – teilweise mit Wasser gefüllt – erhalten und sind heute wertvolle Biotope.

An der Wasenhütte konnten wir uns zur Mittagspause stärken. Weiter ging es auf einem sehr schönen, gelegentlich etwas feuchten Waldpfad. Dieser ging bald in einen Grenzweg zwischen der Schweiz und Deutschland über. Nach dem Grauen Stein, einem Findling, der seit alters die Grenze markiert folgen wir weiter der Landesgrenze mit markanten Grenzsteinen, bezeichnet mit GB (Großherzogtum Baden) und CS (Canton Schaffhausen). Der weitere Weg führte zum Hämingsteig, ein uralter Hohlweg mit tiefen Karrengleisen entstanden durch die schwerbeladenen Erzwagen, die das Bonherz zur Verhüttung ins Tal brachten. Bei der Hardflue genossen wir Ausblicke über den oberen Teil des Klettgaus. Sehr schön in der Landschaft zu erahnen war der ehemalige Rheinlauf, heute ein unschätzbares, großes Grundwasserreservoir. An dem Badischen Bahnhof Neuhausen traten wir, nach einem erlebnisreichen Wandertag in einer für die meisten unbekannten Landschaft  die Heimreise an.

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