Von der Steinzeit in die Moderne am 15. März 2026
Eine „Gratwanderung“ zwischen Felsenpfaden und weiten Ausblicken auf das dichtbesiedelte Dreiländereck zwischen Hochrhein und Oberrhein führte uns zu den wichtigsten Epochen der Menschheitsgeschichte.
Start bei Aesch im Kanton Basel-Land am Schloss Angenstein. Interessant ist hier das Kuriosum eines als Landhäuschen getarnten Weltkriegsbunkers. Dass Schloss sticht durch den riesigen Wohnturm (Donjon) aus der üblichen Burgensilhouette heraus.
Aufstieg auf dem Eichberg zur Schwedenschanze (vermutlich eine Anlage aus dem Dreissigjährigen Krieg) und weiter auf dem Grenzgrat der ehemaligen Kantonsgrenze zu Bern hoch über der Birs.
Vorbei am Schlossgut Pfeffingen (die heutige Waldschule) zur mächtige Burgruine Pfeffingen aus dem 11. Jahrhundert auf dem felsigen Ausläufer der Blauenkette. Die Burg lag oft in kriegerischen Fehden durch die umliegenden Herrschaften (u.a. Bischof Basel, Eidgenossen, Stadt Basel) wurde aber von diesen erfolglos belagert.
Über die Bergmatten mit beeindruckenden Aussichten auf die moderne, sehr dichte Besiedlung der Hoch- und Oberrheinlandschaft führt der Weg zum Blattenpass. Schon vor der Römerzeit bis ins 18. Jahrhundert war dies ein bedeutender Übergang vom Laufental via Klus-Birseck in die Rheinebene. Mittagspause am dortigen Rastplatz mit einer überdimensionierten Bank.
Durch die Weinberge des Tschäpperli, wo der älteste Weinbau der Region nachgewiesen wurde, vorbei an der nie fertiggestellten Ruine Frohberg in die Klus. Über den recht beschwerlichen Burggratweg Aufstieg zur Schalberger Höhle, die schon vom Neandertaler vor 40 000 Jahren genutzt wurde.
An einem kleinen versinterten Wasserfall vorbei zum letzten Etappenziel, dem Dolmengrab von Aesch aus der Bronze- und Jungsteinzeit (ca. 3000 -1500 v. Chr.). Der Dolmen, ein Megalithbau aus großen Steinblöcken errichtet und mit einem Erdhügel überschüttet war die Grabstätte von mindestens 47 Menschen. Die Megalithkultur war an der gesamten Atlantikküste verbreitet mit einem Ausläufer zum Hochrhein. (Beispiel Heidenstein in Schwörstadt).
Die Wanderung machte deutlich, dass die Besiedlung des klimatisch begünstigten Tals über sämtliche Perioden von der Ur- und Frühgeschichte über das Mittelalter bis in die Neuzeit erfolgt ist.
Die 22 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedanken sich herzlich beim Wanderführer Gottlieb Burkart für die erlebnisreiche Exkursion.


